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Videoanleitung

Was ist ein Assistent?

Ein Assistent ist eine dauerhaft gespeicherte und wiederverwendbare KI-Rolle, die immer nach dem gleichen Muster arbeitet – unabhängig davon, welche Dokumente oder Fragen im jeweiligen Chat eingegeben werden. Die Arbeitsanweisung wird einmalig definiert; nur die Eingabe (Prompt, Dokument, Screenshot etc.) ändert sich von Nutzung zu Nutzung.
Abgrenzung zu Projekten: Projekte bündeln viele Dokumente und Informationen für kollaboratives Arbeiten. Assistenten hingegen übernehmen immer dieselbe, klar definierte Aufgabe.

Wann lohnt sich ein Assistent?

Immer dann, wenn man regelmäßig denselben Prompt in neue Chats eingibt. Ein Assistent spart Zeit, sorgt für konsistente Ergebnisse und muss nur einmal konfiguriert werden.

Einen neuen Assistenten erstellen

Navigation: Linke Seitenleiste → Assistenten → Button Neuen Assistenten erstellen Die Konfigurationsoberfläche ist zweigeteilt:
  • Links: Konfiguration des Assistenten
  • Rechts: Live-Vorschau des Assistenten

Konfigurationsschritte im Überblick

1. Eingabetyp wählen

Bei der Konfiguration eines Assistenten stehen zwei Eingabetypen zur Verfügung: Prompt und Formular. Der Eingabetyp bestimmt, wie die Interaktion mit dem Assistenten begonnen wird.

1.1. Prompt

Der Eingabetyp „Prompt” ermöglicht es, offene Fragen oder Aufgabenstellungen direkt im Assistenten zu hinterlegen. Es können bis zu zwölf Prompts angelegt werden. Dieser Eingabetyp eignet sich besonders dann, wenn:
  • zu einem bestimmten Thema regelmäßig recherchiert wird,
  • mehrere thematisch verwandte Fragen gebündelt werden sollen,
  • oder unterschiedliche Fragestellungen zu einem Thema gesammelt abgeschickt werden sollen.
Beispiel: Für das Thema „Neuigkeiten zu KI” können verschiedene Fragen als Prompts hinterlegt werden, die der Assistent nacheinander bearbeitet. Ergänzend zum Fragenkatalog wird später ein Anweisungs-Prompt definiert werden, der die Art und Weise der Antworten des Assistenten steuert und das Verhalten grundlegend beeinflusst.
ImageKonfigurationsansicht des Eingabetyp “Prompt”
ImageAnsicht eines fertigerstellten Assistenten mit zwei hinterlegten Prompts.

1.2. Formular

Der Eingabetyp „Formular” ermöglicht es, strukturierte Eingabemasken mit spezifischen Feldern zu konfigurieren. Folgende Feldtypen stehen zur Verfügung: Text (Freitexteingabe), Auswahl (Dropdown), Zahl (Numerische Eingabe), E-Mail (E-Mail-Adresse), Checkbox (Ja/Nein-Auswahl) oder Datum (Datumsauswahl per Kalender)
ImageBeispiel für einen Assistenten mit mehreren Formularfeldern.
Felder können als Pflichtfelder markiert werden, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Informationen vollständig erfasst werden:
Image
Dieser Eingabetyp eignet sich besonders für komplexe, wiederkehrende Aufgaben, die eine strukturierte Dateneingabe erfordern – beispielsweise eine Reisekostenabrechnung.
In Kombination mit einem Anweisungs-Prompt und ausgewählten Tools weiß der Assistent genau, was zu tun ist, und kann auf Basis der eingegebenen Daten automatisch:
  • eine strukturierte Übersicht erstellen,
  • eine E-Mail vorformulieren oder
  • eine Excel-Datei zur Weiterleitung aufbereiten, etc.

2. Name & Beschreibung

  • Name: Sollte auf den ersten Blick den Zweck des Assistenten erkennen lassen (z. B. Reisekosten-Manager)
  • Beschreibung: Beschreiben Sie in ein bis zwei Sätzen den Zweck, zum Beispiel: „Automatisiert die Prüfung und Aufbereitung von Reisekostenbelegen nach den aktuellen Unternehmensrichtlinien.“ Diese kurze Erklärung erscheint in der Übersicht und hilft Kolleginnen und Kollegen, den Assistenten sofort richtig einzuordnen.

3. Tags & Avatar

Image
  • Tags zur Kategorisierung vergeben
  • Einen eigenen Avatar hochladen oder aus vorhandenen auswählen

4. KI-Modell auswählen

Als Nächstes legen Sie im Dropdown-Menü „Modell des Assistenten“ das Sprachmodell z.B. gpt-5.1 fest. Dieses Modell verbindet schnelle Reaktionszeiten mit ausreichend Tiefgang, um auch komplexe Firmenrichtlinien richtig zu interpretieren.

5. Anweisungsprompt (Herzstück des Assistenten)

Hier wird die Arbeitsanweisung einmalig definiert:
  • Welche Rolle soll die KI einnehmen?
  • Welche Aufgabe soll sie erfüllen?
  • Welches Format soll die Ausgabe haben?
Bei komplexen Anweisungen kann auch eine Datei hochgeladen werden. Laden Sie benötigte Dokumente dazu, zum Beispiel Ihre Reisekostenrichtlinie oder auch andere Anweisungen, die der Assistent für die Ausführung hinzunehmen soll. Alternativ können Sie Inhalte auch mit in den Anweisungs-Prompt hochladen.
Beispiel: „Du bist ein erfahrener Marktforschungsexperte mit Spezialisierung auf KI und digitale Transformation. Gib eine professionelle Marktanalyse wider, nenne zuerst die Top 3 aktuellen Trends und Entwicklungen.” → Reminder: RAKETE-Methode nutzen und so viel Kontext geben wie möglich, um Haluzinationen zu vermeiden.

6. Temperatur und Top K

Stellen Sie die Temperatur z.B. auf 0,1 – so bleibt die KI bei Beträgen und Kontenzuordnung maximal präzise. Setzen Sie Top K auf 20; damit darf der Assistent bei Bedarf bis zu zwanzig relevanten Textpassagen aus hochgeladenen Richtlinien oder PDF-Belegen für die Beantwortung heranziehen. Grundsätzlich liest die KI immer alle hochgeladenen Dokumente.

7. Tools auswählen

Passende Tools aktivieren, z. B.:
  • Deep Search / Web Search – für aktuelle Informationen aus dem Internet
  • Reasoning – für komplexe Analysen
  • Outlook – für die direkte E-Mail-Erstellung
Prüfen Sie noch einmal alle Eingaben und klicken Sie abschließend auf „Assistenten erstellen“. Der Assistent erscheint nun in Ihrer Assistentenliste und kann bei Bedarf mit einem Klick für Kolleginnen und Kollegen freigegeben werden.

Assistenten teilen

ImageÜber die Übersicht kann ein Assistent mit Kolleg:innen geteilt werden.
Wichtiger Hinweis:Wenn vertrauliche Dokumente oder Informationen im Assistenten hinterlegt sind, sollte man vorab prüfen, ob die eingeladenen Personen darauf Zugriff haben dürfen.

Datenquellen verwalten

ImageIn der Assistenten-Übersicht können jederzeit Datenquellen hinzugefügt, geändert oder überprüft werden.

Tipps für die Praxis

  • Keine Angst vor Komplexität: Auch komplexe Assistenten mit kombinierten Tools sind möglich und lohnenswert.
  • Iteration ist normal: Der Anweisungsprompt braucht oft 2–3 Anläufe, bis das Ergebnis so ist, wie man es sich vorstellt.
  • Tools nicht vergessen: Vor dem Speichern sollte man immer prüfen, welche Tools für den jeweiligen Use Case benötigt werden. Integrationen, wie z.B. Hubspot müssen vorher in den Einstellungen verbunden werden.